Hospizarbeit
Im Zentrum der Hospizarbeit steht die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen. Sie sollen mit ihren Schmerzen und Ängsten, aber auch mit ihren Bedürfnissen nicht allein gelassen werden. Hospizarbeit und Palliativmedizin bedingen ein-ander. Die Angebote zielen auf körperliche, psychische, soziale und seelische Bedürfnisse der Patienten und ihrer Angehörigen. Die Hospizidee wirbt für eine partnerschaftliche und phantasievolle Zusammenarbeit aller in der Sterbebegleitung tätigen Berufsgruppen unter Einbeziehung der ehrenamtlichen Angebote.

Ambulante Hospizdienste bilden die Basis und den Schwerpunkt der Hospizangebote. Durch individuelle psychosoziale Unterstützung versuchen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, den Kranken das Sterben in gewohnter Umgebung zu ermöglichen sowie ihre Angehörige und Freunde zu entlasten. Sie werden durch hauptamtliche Koordinatoren in speziellen Kursen auf ihre Aufgabe vorbereitet und in regelmäßigen Gruppen-abenden im Sinne einer Supervision begleitet. Die Hauptamtlichen sorgen für eine qualifizierte palliativpflegerische und psychosoziale Beratung und leiten und koordinieren den Dienst in allen Belangen. Den Patienten und ihren Angehörigen entstehen keine Kosten, wenn sie den Dienst in Anspruch nehmen. Entsprechend dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ sind stationäre Hospize eine Ergänzung der ambulanten Hospizarbeit. Sie sind integraler Bestandteil eines ambulanten Hospizdienstes und kommen zum Tragen, wenn die Versorgung eines schwerkranken und sterbenden Menschen zu Hause nicht mehr möglich ist

Stationäre Hospize haben ein eigenes Haus mit 5 bis 8 Zimmern und begleiten unfassend schwerstkranke und sterbenden Menschen, die keiner Krankenhausbehandlung mehr bedürfen, für die aber eine ambulante Versorgung im Haushalt oder in der Familie nicht möglich ist. Stationäre Hospize bieten eine medizinisch-pflegerische, psychosoziale und seelsorgerische Begleitung der Kranken rund um die Uhr. Sie arbeiten eng mit ambulanten Hospizdiensten zusammen.